Mittwoch, 6. Februar 2013

Vor 3 Monaten.......

.......ging es dem Ende zu. Wochen lang der Wechsel zwischen Krankenhaus und Zuhause. Sie wurde immer schwächer, man wollte es nur nicht wahr haben und das Ende kam ziemlich schnell dann im November.

An meinen Kräften zehrte dies schon lang, nur so richitg wahr haben wollte ich das erst danach. Vorher hatte ich schon einige Versuche gestartet mich etwas zurück zu nehmen, so schwer es auch fiel. Dann kam aber der Schock, die Trauer, das Begreifen.....

Zur gleichen Zeit mußte ich auch zu meiner Strahlenbehandlung wegen meines Fersensporns.
Damals hat mich das ziemlich fertig gemacht. Immer wieder an dem KH vorbei, wo sie  lang war und starb und ich sie zum letzten Mal lebendig und tot sah.
Ich kam kaum zufuß noch mit dem Rad dran vorbei. Alles wurde schwer, Beine wie Blei, Luft bleibt weg.
...... und dann in dem Bereich wo ich rein mußte.......... Diese Luft, die Menschen, Patienten, Krebskranke, Ärzte, Schwestern, Geräte.....................

Beine bewegt Euch.....los Treppe, Stufen runter........Luft, ich brauch Luft.......atmen...................warten.....gleichbist Du dran.........tief atmen......alles wird gut.........Du bist dran.......gleich fertig......und raus.....nur noch die Treppe hoch.....Hinterhof....und weg.....

Eigentlich dachte ich das wäre jetzt vorbei. Gut 3 Monate ist das nun her. Es verging Zeit. Zeit zum verarbeiten, zu trauern, es zu verstehen, akzeptieren.

Montag hatte ich meinen ersten Termin zur 2. Behandlungsrunde im KH. Selbe Strecke wie damals mit dem Rad. Ok, unangenehm, aber dran vorbei....kurz zum Fenster hoch geguckt.....dann zum Himmel.....Rad abgestellt und rein. Ufz.....diese Luft, oh man, schrecklich, rein....Behandlung und nichts wie raus, ufz, geschafft. Geht ja!!!

Ja, dachte ich, aber heute war 2. Termin.
Hölle auf Erden........einfach nur schrecklich...........................
Allein schon der Weg mit dem Rad dort hin war Schwerstarbeit. Nein, ich guck  nicht hin....Augen zu und dran vorbei, Rad abstellen, Krankentransport, ja ok, wir sind ja hier bei einem KH.........Hinterhof, wieder einer....schnell rein in die Tür.........oh mein Gott die Luft.....raus, raus ich will hier raus......., aber nein ich muß runter, Treppen.......Beine bewegt Euch, Patienten, ältere Leute, ab zum Warteraum, da die Scheiben sind auf......nackte Beine unterm Gerät, liegt einer.............nein denk nicht dran....guck weg..............tief durchatmen......Du schaffst es.....gleich bist Du dran...................laß mich rein............,nein eigentlich will ich raus......Behandlung fertig....Panik.....da ein Patient auf der Liege, Hausschuhe, ein Angehöriger, da noch mal Patienten in der anderen Ecke........Treppe??? Nein ich schaff das diesmal nicht.....Aufzug.....komm los ich will raus....mach auf.....endlich....los fahr, Tür geh zu....fahr...Tür auf....raus....wieder ein Transporter......weg hier.....Fahrrad auf und los.....

Hallo Beine????? Treten, Ihr müßt treten, sonst kommen wir nicht weg......Eigentlich ein Weg von 10 Min. gefühlte Stunde. Es geht nicht voran, ich kann kaum mehr und dann doch Zuhause. Endlich da und schweiß gebadet, Fix und alle, nach Luft schnappend, heulend. Warum nur immer ich??

Inzwischen wieder beruhigt. Ich weiß ich hab einProblem mit den Krankenhäusern. Erst die schwere Geburt, die mich kaum mehr dran vorbei laufen lies, dann das mit meiner Mutter. die Luft ist raus. Es geht noch nicht. Trotzdem muß ich noch 2 Wochen je 2 mal da hin.
Ich hoffe ich bring das nächste Woche wieder hin. Für diese Woche hab ich es geschafft.

Bericht von 5.2.13 - müde, müde, müde........

So was war noch gestern?

Irgendwie ein sehr komischer Tag.
Als ob mein Körper wohl wirklich wieder am Arbeiten war.
Zum einen war ich total müde den ganzen Tag. Ich konnte mich wegwerfen und dann noch der Hunger.

Ich hatte auch frühzeitiger Hunger als sonst und das was ich dann gegessen hab hat mir nicht gereicht gehabt. Eigentlich dachte ich 2 Oopsies mit  1 1/2 Hackfleischküchle stopft mich, aber ich brauchte noch eine Depreziner.
Nachmittags dann noch ein gek. Ei und Kaffee mit Sahne.

Kaffee ohne Sahne hatte ich zu genüge. Es war echt heftig die Müdigkeit. Mich bringt das Wetter echt langsam um. Wird Zeit das Frühling kommt. Heute guckt wenigstens mal die Sonne raus und ich hoffe der Tag wird besser.
Zwischendrin frag ich mich ob das vom Essen kommt. Umstellung????

Bewegung außer Gym und ins Büro radeln war natürlich dann nicht mehr geboten. Ach bis auf am Abend zur Schule hin gelaufen und Abends Heim geradelt. Elternabend :cool:
Trinken war besser gelaufen.

Gewichtsstand 6.2.13

Endlich kann ich davon berichten ;-), ja wieder was weg. Über ein kg seit letzter Woche.

Heute auf der Waage hab ich die 6 gesehen hinter der 9.

Ja ich hab heute die 96,9 gesehen.

Es geht weiter abwärts und ich bin so froh das es funktioniert.

Dienstag, 5. Februar 2013

Vergangenheit und Zukunft

Gestern hab ich die Urlaubsbilder vom letzten Jahr angefangen zu bearbeiten. Meine Sch**** bin ich fett geworden. Ne echt, es ist kaum anzuschauen, ich bin total erschrocken und hätte am liebsten nicht nur die unscharfen Bilder gelöscht. Sah ich wirklich so aus? Bzw. könnte ich inzwischen bald wieder da sein und seh heute so aus???? Einfach nur schrecklich *heul*.

Dann kommen mir wieder Bilder in den Kopf zu Anfang meiner LCHF-Zeiten und das beruhigt mich ein wenig. Ich war schon mal da und werde bald wieder dort sein. Hm, bald????? Na so bald glaube ich nun auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen schon im Sommer wieder dem Ziel näher zu sein, da ich ja auch über 10 kg mehr als damals mit Start hatte. Sch****, ähm sorry, aber ich kann es nicht anders formulieren.

Es ist zwar erstaunlich wie schnell die ersten kg gepurzelt sind. Zum Vorteil sicher auch die unbewußt abgenommenen 3 kg im Urlaub, aber irgendwann gehts langsamer voran.
Anfang Januar hatte ich mir einen Plan gemacht. Dem bin ich jetzt schon um einiges voraus, aber ich denke bald wird es vielleicht höchstens ein halbes kg in der Woche sein. Damit wäre ich dann im April (mein Geburtstag und erstes Streckenergebnis) noch nicht mal u90 und somit erst nach dem Sommer, weit in den Herbst hinein wieder da wo ich damals aufgehört hatte.

Da kommt sie wieder!!! Diese Ungeduld. Ich möchte die Fettklumpen von mir zerren. Wieder in meine schönen Sommersachen rein passen, aber denke damit darf ich mich nicht stressen. Alles braucht seine Zeit und irgendwann klappt es.

Hm, leicht gesagt, den ich will doch unbedingt *augenroll*.


Kurzbericht vom 04.02.13

Mal wieder ein paar Zeilen von mir.
Hab mich nun entschieden, wirklich  nicht mehr so streng mit den Tagesprotokollen zu arbeiten.
Bin denke ich gut in der Spur also weg mit sowas belastenden wie rechnen der EW, KH und F.

Gestern hatte ich auch wieder nur meine 2 Mahlzeiten.
Früh hab ich  mich auf Fleischsalat mit grüner Paprika gefreut und Abends gabs Hackfleischküchle mit Kohlrabigemüse schleck war das lecker mit Butter drüber.

Im Moment etwas wenig Trinken, da muß ich wieder aufstocken. Lag aber auch an Terminen und irgendwie zu viel Kaffee.
Das mußte ich dann wieder in der Nacht spüren. Nachts nicht einschlafen und dann wieder ruft die Toilette *heul, gähn*.

Überraschend gabs auch Besuch am Nachmittag und ich hatte Krapfen besorgt. Nein, nicht für mich. Wobei einer noch übrig blieb, aber mich haben die Dinger nicht angelacht. Ich hatte Kaffee mal mit und mal ohne Sahne, gut wars.

Bewegung gestern nur die Gym und da das Wetter paßt ins Büro geradelt.
Dafür aber mittags noch über Umweg zu einen Termin und dann Heim.

Gewicht? Ich weiß es, aber  ne, wird erst Morgen geschrieben.

Montag, 4. Februar 2013

Ess-/Zucker-Sucht oder nicht?

Die Tage hat Sudda einen interessanten Beitrag in Ihrem Blog gebracht und dabei gingen wohl auch einige Meinungen quer.
Mich hat das irgendwie wieder ziemlich aufgewühlt, da ich auch so mit dieser Sucht zutun hab.

Zum einen hab ich mir ungewollt eine Ess-Störung angelacht und als Kind alle Unzufriedenheit mit Essen gestillt. Wie ein Alk der sein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommt und zur Flasche greift, irgendwann nicht mehr merkt das er vom Alk abhängig ist.Ja, so hab ich all meine Unzufriedenheit mit Essen gestillt. Sicherlich meinen da dann viel, dann nimmt man sich halt zusammen, bleibt mal konsequent. Wenn man es aber nicht anders kennt, aus Kindheitstagen so angeeignet hat, ist das eben das normalste der Welt.
Wenn schon Erwachsene in Drogenrausch verfallen, warum soll sich Kind nicht ähnliches aneignen?
So war es bei mir irgendwann mit dem Essen. Gibt es sowas? Ist das zu vergleichen? Meiner Meinung nach ja. Alles kann abhängig machen, nur das Ende ist vielleicht unterschiedlich. Man zerstör seinen Körper. Egal mit was und wie man sich zerstört.

Dazu kam noch der Süßkram. Was gibts für ein Kind besseres sich auch noch mit Zucker zu belohnen wenn es einem nicht gut geht? Man belohnt sich  mit leckerer Schoki und Co.

So kam eins zum anderen und in der Jugend war ich irgendwann bummelig und irgendwann als Erwachsener dick. Irgendwann wollte ich das nicht mehr akzeptieren und hab versucht dagegen anzukämpfen. Nur mit den falschen Mitteln. Keine Diät allein hat mich da weiter gebracht und eines Tages landete ich bei einer Ernährungsberatung. Als die mit dem Latein am Ende war und meinte Sie könne mir nicht mehr helfen ich muß zu einer Psychologin war mir klar, es ist nicht normal. Ich muß was tun.

Jahre später, nach Besuch einer Therapeutin, die mich aus einigen Denkweisen aus meiner Kindheit raus geholt hat dachte ich ich bin einen Schritt weiter und kam zufällig zu LCHF. Ich war bereit dazu was gegen meinen Übergewicht zutun und war überrascht wie leicht es ging.

Zufall? Ich weiß es nicht. Ich dachte wohl ich könne die Welt ändern so wie ich mich verändert habe. Alles war gut, alles war richtig wie ich es machte. Das ich mit LCHF auch im gleichen Moment von dem Zucker weg war, war mir erst viel später klar. Dann als es mir schlechter ging, ich wieder mehr gegessen hatte. Erst weniger KH, aber später immer mehr und ruck zuck war ich wieder drin. Im Rausch des Essens, des Zuckers. Alles was dazu gehört.

Erst im letzten Jahr, als ich mich sehr intensiv mit Befinden und Essen auseinander gesetzt habe, war mir klar das es so nie funktioniert hätte. Ich muß versuchen meine Einstellung zu Essen zu verändern. Egal wie, nur weg von Probleme, Sorgen, schlechte Gefühle, Unwohlsein mit Essen zu schlucken.
Lang war ich noch nicht wieder bei LCHF. Ich war erst mal völlig aus der Bahn. Mußte mir klar werden was los war und zusätzlich hatte ich ja noch eine schwer kranke Mutter. Nicht einfach die Zeit, aber ich mußte lernen auch mal endlich in meinen 42 Jahren Leben für MEIN Leben einzustehen. Mich um mich zu kümmern und das hab ich getan. Ich wurde zwar noch um einiges gewichtiger, aber das war mir in dem Moment egal.

Ende des Jahres, war ich bereit dazu. Ich merkte, Essen ist nicht mehr an erster Stelle. Ich will das nicht mehr. Egal wie schlecht es mir geht. Ich will damit aufhören und hatte überraschender Weise sogar noch in 2 Wochen Weihnachtsurlaub abgenommen. Sowas gabs glaube ich  noch nie bei mir.

Mit all dem war mir aber auch klar, vom Zucker bin ich noch lang nicht weg. Ich konnte den noch immer gut in mich rein stopfen. Er gab ja so ein gutes Gefühl. Ich wollte es mit LCHF noch einmal versuchen und merke erst jetzt wie tierisch hungrig auf noch mehr mich diese KH gemacht haben, obwohl mein Körper das eigentlich nicht wirklich mochte. Mir ging es schlecht damit.

Seitdem ich das weg lasse, brauche ich kaum mehr essen. Oft reichen mir 2 Mahlzeiten und selbst, wie gestern mit 3, oder auch mal Festlichkeiten und Alk geht es mir besser.

Sicher ist aber niemand. Sag niemals nie!!! Ich weiß, genau wie Sudda, ich muß immer aufpassen. Diese Sucht lauert und in gewissen Situation kommt sie hoch. Mit oder ohne KH werde ich immer aufpassen müssen ob ich Essen brauche oder einfach nur ein Trostpflaster oder im KH-Rausch bin.

Tagesprotokoll - muß ich das unbedingt schreiben?

Zum ende der letzten Woche kam es etwas anders als gedacht. Ich wachte mit höllischen Ohrenschmerzen auf, später kamen noch Kopfschmerzen dazu. Das wollte ich nicht so verschleppen, WE stand faßt vor der Tür und bin doch lieber zum Arzt.

Nix mit Erkältung oder Ohrenentzündung. Ich nehm wohl die Nächte inzwischen sehr verbissen.

Ja gemerkt hab ich das schon seit einiger Zeit. Ich beiß in der Nacht ziemlich die Zähne zusammen.
Wohl aber seitdem ich unterm Tag nicht mehr so viel verarbeite, noch mehr. Mich wundert manchmal das die Schiene und meine Zähne am Morgen noch da sind wo sie vorher waren.

Dadurch das ich das wohl so heftig gemacht hab, kam der Schmerz im Ohr. Verspannungen, Spritzen im Nacken bähhh, Wärmekissen und Auszeit. Na gut, wenn es sein muß.

Natürlich hab ich nun seit Do. kein richtiges Essensprotokoll mehr gemacht und auch nicht wirklich im Kopf was da alles war.
Hier und da durch Geburtsagseinladung wars etwas mehr als geplannt, aber trotzdem ist alles gut gelaufen.
Bin vom Gefühl her wieder gut in die LCHF-Schiene gerutscht. Hab zwar hier und da mal einen Ausrutscher, aber wer hat das nicht. Wenn es weiter abwärts geht stimmt die Richtung.
Bewegung hatte ich auch gut und Erholung auch so weit es ging.

Ich werde nun daher den Versuch starten und nicht mehr streng überall eintragen was ich über den Tag esse.
Wenn es klemmt kann ich ja wieder weiter machen.

Ich will weiterhin auf mich aufpassen. Gucken das ich mit nichts übertreibe, mich nicht zu sehr in irgendwas stressen. Bewegung einbauen und weiter mit LCHF essen.

Gewichtstechnisch hab ich schon wieder Erfolge zu melden, aber hebe mir das für Mittwoch auf ;-).