Und Tag für Tag denke ich
von neuen „ist das nur ein Traum?“
Als ich damals mit LCHF angefangen habe war ich so überrascht und happy zugleich. Ich war damals, ähnlich wie heute, immer wieder misstrauisch ob es wirklich klappt und wurde Tag für Tag von neuen überrascht mit vielen Erfolgs-Momenten.
Heute, Jahre später mit dem Wissen „wenn der Emotionale Hunger“ zuschlägt, kann wieder alles vorbei sein, traue ich dem Frieden noch weniger. Die letzten Jahre habe ich es immer und immer wieder versucht und es hat nicht geklappt. Was war es? Zum einen sicherlich die Schicksalsschläge der letzten Jahre, die sehr viel Kraft dafür benötigt haben und die Kraft um aus dem Teufelskreis Heißhunger/Emotionaler Hunger auszugsteigen war nicht verfügbar.
Gepaart sicherlich von den Diäterfahrungen der letzten Jahre. Immer wenn wieder mal einer derer zugeschlagen hat, hat wohl mein Teufelchen in mir gesagt „siehst geht doch nicht…alles Quatsch…Du schaffst es nicht…usw.“.
Jeder Versuch wieder in diese Ernährung einzusteigen ist gescheitert und nun fragt mein Mistrauen immer zu „warum jetzt?“ ja, warum, vielleicht weil es eben jetzt einfach wieder an der Zeit war, ich offen dafür war, meine Trauer überwunden hab, die Nase voll hatte von den 100 kg auf der Waage, den Schmerzen, den Zwicken, dem Leiden in dem Körper gefangen zu sein, oder einfach weil ich mich akzeptiert hab wie ich bin und zu mir gehört auch der emotionale Hunger mit dem ich seit Kindheit lebe, ihn aber nie akzeptiert habe. Was meist dazu führte das ich selbst den wieder mit Essen erstickt habe. Jetzt akzeptiere ich Ihn neben mir und bin ihm nicht böse wenn er kommt, aber auch nicht böse wenn ich Ihn abwenden kann ohne Schaden anzurichten.
Tja und seit Fasching
fahre ich damit gut. Ich bin zwar wieder, wie damals, erst einmal komplett aus
der Ernährung raus und mit Alma gestartet, um dann Stück für Stück immer
weniger Alma und immer mehr auf LC/LCHF.
Viele werden jetzt denken oder sagen „das Zeugs, hätte ich nicht
gebraucht“, aber doch ich habe es gebraucht. Zum einen aus dem „Essen“
überhaupt mal auszusteigen und zum anderen hatte das irgendwie so Erinnerungscharakter
an das erste Mal.
Man testet natürlich auch mal aus, wie weit kann ich gehen und ich hab auch Anfang Mai so meine Erfahrungen gemacht und mir mal mongolisches Büfett gegönnt. Ohne Reis und Panade, aber allein schon die Soßen. Oh oh, böse sage ich nur! Sehr böses Erwachen und Leiden!
Da muß ich sagen, brauche ich nicht mehr! Nein, danke!
Wenn die Emotionalen Anfälle kommen und ich Süßkram stopfe ist schon schlimm genug. Da kann ich mich nicht halten, aber dann muß ich mir nicht noch solch Zeug geben um zu wissen wie bescheiden es mir die nächsten Tage geht.
Man testet natürlich auch mal aus, wie weit kann ich gehen und ich hab auch Anfang Mai so meine Erfahrungen gemacht und mir mal mongolisches Büfett gegönnt. Ohne Reis und Panade, aber allein schon die Soßen. Oh oh, böse sage ich nur! Sehr böses Erwachen und Leiden!
Da muß ich sagen, brauche ich nicht mehr! Nein, danke!
Wenn die Emotionalen Anfälle kommen und ich Süßkram stopfe ist schon schlimm genug. Da kann ich mich nicht halten, aber dann muß ich mir nicht noch solch Zeug geben um zu wissen wie bescheiden es mir die nächsten Tage geht.
Stand heute: Inzwischen bin ich, bis auf einen kleinen Rest Alma den ich Stück für Stück aufbrauche, wieder in LC. Ob es immer 100 % LCHF ist kann ich nicht sagen, da ich nichts wiege und abmesse. Meist esse ich, wenn ich Hunger habe und dann gut satt. Oft ist es früh ein Butterkaffee und dann 1 – 2 Mahlzeiten. Ich gucke einfach was da ist, überlege worauf ich davon Lust habe und zaubere mir damit ein LC/LCHF-Essen und lebe. . Ich esse sehr viel Gemüse und Salat, aber auch Beeren. Ab und an die Tage Melone. Ich genieße u. a. geschlagene Sahne mit Beeren, oder Rührei/Omelett mit dem was an Gemüse oder z.B. Speck da ist.
Ja ich lebe. Ich lebe und
genieße. Ich habe keinen Heißhunger mehr. Ich denke nicht den ganzen Tag über
Essen nach. Oft habe ich bis Nachmittag keinen Hunger, je nachdem wann und
wieviel ich am Vortag gegessen hab.
Der Kaffee am Morgens
macht mich wach und meist brauche ich nichts Essbares und wenn dann bin ich oft
mit weniger zufrieden. Es gibt aber auch Mahlzeiten wo ich esse wie ein Löwe und
nach viel Fleisch verlange. Andere Tage brauche ich das dann wieder nicht.
Was hat sich noch
verändert mit der Ernährungsumstellung?
- Ich habe sage und schreibe inzwischen über 13 kg abgenommen
- Mein Gefühl sagt mir ich bin Schlank. Schlanker als was mir die Waage wieder gibt. Gerade wenn ich die Arme in letzter Zeit verschränke fühlt sich das seltsam an. Es ist nichts mehr da wo ich sie auflegen kann. Mein Oberkörper fühlt sich mir so fremd aber gut an. Selbst die Brust schrumpft, die Beine sind schmäler geworden. Klar der Spiegel gibt noch die restlichen Speckrollen wieder, aber mein Gefühl wird mir von so vielen lieben Menschen bestätigt die mich bewundert angucken und fragen was ich gemacht habe. Ich sehe Klasse aus…. um Jahre jünger…..total schmal im Gesicht.. „Mama ich komme mit den Armen um Dich rum, bald hab ich nichts mehr zum kuscheln, aber Du siehst Klasse aus“. Seufz, mein Kind und bei jedem kg wo ich eine Murmel aus dem einen Glas in das andere fallen lasse jubelt sie und gratuliert mir.
- Ich bewege mich leichter, auch wenn mein Rücken mich immer noch dabei behindert und mich nicht so sprinten lässt wie ich es gerne hätte.
- Ich hab mehr Energie
- Ich habe keine Wassereinlagerungen mehr. Schlanke Finger und Beine, Füße. Kein Schuh zwickt mehr und meine geliebten Sandeln tragen sich nun auch ohne Blasen an den Füßen
- Mein Blutdruck hat sich gesenkt sodass ich Medis wechseln konnte
- Kein Sodbrennen, Magendrücken, Blähungen und Verdauungsprobleme mehr
……….und es ist kein Traum, es ist wahr!