Freitag, 23. Mai 2014

Bericht KW 21

Wieder ist eine Woche ins Land gezogen.

Gewichtstechnisch eher schlecht und im Moment bringt mich das ziemlich auf die Palme. Letzte Woche war ich mit 100g an der Grenze wieder ein kg verloren zu haben, hoffte die Woche das zu knacken und die nächsten Gramm in Angriff zu nehmen. Nun hab ich mich fasst wieder mit dem kg hoch gearbeitet.

Mir ist sonnenklar, es läuft nicht wie ein Uhrwerk. Es gibt vieles zu beachten und nicht immer funktioniert es so wie man es möchte, aber Geduld ist einfach nicht wirklich eine meiner Eigenschafften.

Eigentlich bin ich stolz wie ich mich mache in den letzten Wochen. Ich darf mich nicht überfordern und zu viel Druck ausüben. Andererseits könnte ich mich Ohrfeigen weils nicht klappt wie ich es gerne hätte.

Stand heute 94,4 kg. Letzte Woche war ich schon bei 93,8.

Liegen kann es an viel, Wassereinlagerungen, kein Sport, zu viel kcal, zu wenig Fett, zu viel KH/EW, zu viel Stress…..

Die letzten Tage waren hektisch und heiß.

Essen

Früh überwiegend Butterkaffee, ab und an Sahnekaffee

Mittag Käse oder Wurst mit Gemüse

Abend z. B.: Schnitzel mit Rohkost –Salat, Hähnchen mit Feldsalat/Bacon, Schweizer Wurstsalat mit Gurken + Tomaten

Alles entsprechend immer aufgefettet mit Öl, Sahne, Schmand und Co.

Hier ist mir aufgefallen, ich hab weniger Hunger. Mir reicht früh der Kaffee mit Butter um 7 Uhr. Mittags (12/13 Uhr) bin ich zufrieden mit dem was ich hab und auch schnell satt. Seltsamerweise aber bekomme ich dann am Nachmittag noch mal so das Gefühl von Hunger wo ich lang überlege aber dann noch eine Kleinigkeit brauch. Wenn es nur ein Stück Wurst oder Käse ist. Abendessen halte ich dann bis 18 Uhr durch, aber verspüre um 21 Uhr diesen Seelenhunger. Da muß ich mich ziemlich stark zusammen nehmen. Mit viel Glück schaffe ich es nichts oder zumindest LCHF-tauglich was zu nehmen. Leider oft aber sucht mein Körper was Süßes. Daran muß ich arbeiten!

Trinken

Ist in den letzten Tagen leider nicht immer gut verlaufen für die Hitze. Eigentlich unter Tag 1,2 l Tee. Dazu noch gut 1 l Wasser, den ich aber leider nicht oft die Tage geschafft hab. Für den Rest des Tages dann viel Wasser. Leider, wenn ich viel Unterwegs bin nicht. Dazu viel zu oft Kaffee. Teilweise am Tag 4 Becher und mehr. In Summe beides vielleicht ein Übel. Die Beine sind dick. Schmerzen und kribbeln am Abend. Gestern hab ich versucht mehr zu trinken. War 1,2 Tee und übern Tag verteilt gut 3 l Wasser. 3 Kaffee. Trotzdem litten die Beine am Abend.

Sport

Nach wie vor früh Gymnastik und je nach Zeit noch eine 2 Runde etwas später. Ansonsten Bewegung im Alltag. kurze Radstrecken und Nachmittag viel zu Fuß. Ich würde gern mehr machen, aber im Moment reicht mir die Gym. Seitdem hat sich der Rücken deutlich verbessert und ich möchte dass es so bleibt bzw. noch besser wird. Ausdauer schaffe ich leider im Moment nicht da ich gesundheitlich noch immer leicht mit dem Husten am Kämpfen bin und die Tage hatte ich mit dem Kreislauf etwas Probleme. Hitze, oder vielleicht wieder Veränderung vom Bluthochdruck??? Keine Ahnung! Irgendwie hab ich das Gefühl der Körper verändert sich. Wobei ich mich Gestern fühlte wie diese M.-Männchen. Wasserbauch und aufgeschwemmt.

Donnerstag, 15. Mai 2014

noch etwas angeschlagen

Inzwischen sind wieder ein paar Tage ins Land gegangen. LCHF hat mich noch, auch wenn es nicht immer 100% war, da es mich gefühlstechnisch die letzten Tage schon ganz schön gebeutelt hat. Nervennahrung war nach Ostern Standard und wenn dann Schoki und Co. Seltsam unberührt hat mich alles andere KH-technische gelassen. Wohl hat mein Seelenzustand das einfach gebraucht weil ich mal wieder meinte „ich richte die Welt und mach weiter, einer muß ja und alles wird gut“. Nix wird, es bleibt wie es ist. Auch ein Sturkopf wie ich muß das mal einsehen und so habe ich seit Montag (heute Tag 4) keinen Süßkram mehr gegessen. Gefühlstechnisch bin ich auf Grund eines schönen Ereignisses viel in der Vergangenheit unterwegs. Im ehemaligen Forum wo ich auf die Ernährung gestoßen wurde, meine Blogs und TB im Forum. Gemischte Gefühle von Freudestrahlen und Tränen beim lesen bis hin zur Trauer um die verpasste Chance war alles dabei. Enttäuschung darüber ist natürlich groß, aber auch die Sicherheit darüber es wieder zu schaffen. Etwas traurig macht mich auch dass ich nicht mehr so voller Elan dabei bin. Vielleicht weils einfach auch läuft wenn es läuft. Essen klappt gut, Abnehmen weiß ich läuft natürlich nur ohne Süßkram. Hänger hatte ich lange, heute mal wieder einen Tiefstand mit 93,9 kg. Seit langen der erste. Freude war da, aber früher wäre ich vor Freude durchs Bad gehüpft und hätte Wände eingerissen. Vielleicht wird das nun normal für mich mit der Ernährung, ich mach es wie Zähne putzen weil ich weiß wie es geht? Fehlt das schreiben in Forum? Na ja, hatte ich auch schon Tiefs. Ne, keine Ahnung. Dumme Gedanken rein in die Schublade und zu. Mein Körper summt noch etwas angeschlagen, aber zufrieden vor sich hin was will ich mehr. Zur Zeit sieht mein Essen so aus: Frühstück Butterkaffee Mittag Snackteller Abend je nach Familienessen (für mich ohne KH) Trinken viel Tee und Wasser Bewegung morgens 5 Gym-Übungen, später noch mal 10 Min. Gym, ansonsten nur per Rad zur Arbeit. Erkältung hält leider noch immer an!

Freitag, 2. Mai 2014

Der ganz normale Wahnsinn meines Lebens – oder – und was kommt noch?

Der ganz normale Wahnsinn meines Lebens – oder – und was kommt noch? Zu LCHF bin ich wieder gekommen weil ich merkte es tut mir, meinem Körper und auch meiner Seele gut. Was meiner Seele nicht gut tut sind außergewöhnliche Dinge, Stress und Schicksalsschläge. Ich hab es nicht gelernt damit umzugehen. In vielen solcher Situationen habe ich mich als Kind zurück gezogen, traute kaum mit einem darüber reden. Ich hab viel mit mir selbst ausgemacht. Meine Psyche reagiert mit Essen, viel Essen, viel Süß kram essen und was noch nebenbei im Weg kommt. Was gesundheitlich dann nicht wirklich fördernd ist. Inzwischen habe ich durch meine Therapie einiges dazu gelernt. Ich breche oft aus dem Muster aus. Bin ich grundentspannt bringt mich nichts aus der Ruhe, aber kommt es dicke ist alles dahin. Seltsam entspannt nahm ich meine langwierige Erkältung, die sich mit einer Kehlkopfentzündung sehr gut gepaart hatte, hin. In der Zeit war auch meine Oma schon schwer mit Erkältung angeschlagen ins Krankenhaus gekommen. Nach Ihrer Entlassung fuhr ich zwar etwas überlastet, aber doch noch entspannt vorbei um ihr Zuhause zu helfen. Alles wird gut, dachte ich damals noch, heute weiß ich es wird nicht gut. Der Stress im Geschäft hatte mich wieder, Zuhause herrscht das Chaos wie immer. Geburtstage nahen, Ostern, Waschmaschine hat wieder gestreikt, es muß eine neue hergrrrrr...Osterferien und Urlaub. Ja den wollte und brauchte ich unbedingt. Eine Woche vorher saß ich noch mit meiner Kleinen beim Arzt. Schmerzen im Fußgelenk, nichts "nur" Wachstumsschmerzen, Verband Krücken. Okayyyyy!!! Noch eine Woche Schule! mit Krücken laufen, wie meistern wir das nun wieder! Leichtsinnig wie ich bin „Mama schiebt Dich zur Schule mit dem Rad und bringt Dich hoch (3 St.) ins Zimmer. Ist ja nicht weit“. Hüstel, auch kurze Strecken können sich ziehen wie Gummi. Vor allem wenn man Büchertasche, Kind und Krücken am Rad und am Rücken schweren Rucksack hat. Schweißgebadet und fix und alle an der Schule angekommen 3 Etagen hoch. Mein Kind hüpfend ich mit allem anderen schleppend hoch. Sie lag oben dann erst mal am Boden Zunge raus hängend. Ich? Ja, ich will auch, aber kommt ja nicht gut. Glaubenssätze der Woche „ jede körperliche Bewegung läßt Gewicht verschwinden“ und „bald ist Urlaub und Ferien“. Die Woche zog sich, die Schmerzen blieben, die Krücken und der Verband auch. Die Gefahr droht der Urlaub mit Ausflügen entfällt oder wir ziehen Bollerwagen in Parks umher ;-). Was kommt noch? die Woche vorher kam Oma wieder ins KH und zog mit einen erschreckenden Ergebnis nie wieder Zuhause ein, sondern gleich in ein Heim um. Krebs! Höchstens noch ein halbes Jahr gaben Ihr die Ärzte. Alle waren geschockt. Wieder so eine Diagnose. Ich ertrage es nicht mehr. Mein erster Besuch war überraschend gut. Sie ging damit wohl locker um. Das Zimmer und Ihre Bettnachbarin hatten mich erschreckt, aber schienen sie nicht zu stören. Eine Woche später bezog sie ihr eigenes Reich. Der Besuch schockierte ungemein. Ein Abbau innerhalb so kurzer Zeit. Ich wußte was das heißt. Das We war da. Urlaub, Geburtstag, ein Ausflug ohne Bollerwagen. Der Fuß war besser, aber das Wetter nicht prickelnd für Parkbesuche. Einfach zu kalt. Viel Unterwegs, zu viel für mich und meinen Zustand meine Psyche war im Keller, aber ich wollte es mir selbst nicht zugestehen. Ostern naht und Donnerstag zog Oma zum 4. Mal in kurzer Zeit um. Sie kam ins Hospits. Ich nahhinein finde ich es erschreckend wie Ämter und Krankenhäuser mit Patienten und Angehörigen umgehen. Karfreitag wir liegen alle 3 flach. Mich hat die Erkältung wieder und der Rest Magen-Darm-Infekt, Fieber und Samstag kommen Gäste zur Geburtstagsfeier. Frohe Ostern sag ich da nur. Was kommt noch. Samstag Wir haben den Tag überstanden. Sonntag Etwas müde Osternester gesucht und dann kam die Nachricht: Oma ist für immer eingeschlafen. Ihr Wunsch ging in Erfüllung und wir waren alle traurig. Ich konnte es nicht fassen, nicht weinen, nicht glauben. Einladung stand noch zu Ostern und Ablenkung kam gut, aber wieder zu spät ins Bett. Montag Bei Opa Osternester suchen lassen sttand an. Es war ein schöner aber auch trauriger Tag. Gedanken an meine Mutter und Oma kamen auf. Viel wurde gesprochen darüber. Dienstag und der Alltag hatte mich wieder. Fix und alle, müde, spät eingeschlafen unruhige Nacht. Es gab viel zu tun, war auch gut so. Mittwoch starb eins unserer Meerschweinchen. So langsam verkrafte ich es aber auch wirklich nicht mehr. Ist das alles noch normal? Ja, bei uns herrscht immer der ganz normale Wahnsinn. Ich hab versucht den Tag zu überstehen, mein Kind zu trösten. Donnerstag war Oma's Beerdigung und ich konnte endlich weinen...ich hab all die Tränen der letzten Tage auf einen Tag gelegt und hin noch Tage lang in Trauer. und der Wahnsinn des Lebens geht weiter...... Im Moment versuche ich viel Ruhe zu finden. Zu entspannen wo es geht und wenn doch Schoki im Bauch landet, nicht böse auf mich zu sein. Es kommen wieder bessere und ruhigere Tage. Trotzdem bin ich überrascht über mich. Meine Entscheidung bleibt, LCHF ist mein Weg. Mich bestärken so viele Dinge. Sei es im Forum, bei einer lieben LCHF-Bekannten und Ihrer Bucheröffnung oder im Alltag.