Donnerstag, 29. April 2010

Reaktion auf meine Antwort zu der Absage meiner Freundin

Mal vorab, so langsam hab ich diese Mail vertaut. Hatte bei Eintreffen hier beim lesen geheult. Inzwischen viel drüber nach gedacht und auch bei meiner Therapeutin darüber gesprochen.

Mein Entschluß: Im Moment bekommt Sie keine Antwort darauf und hat es auch vorletzte Woche nicht bekommen. Der Brief und eine Karte zum Geburtstag war der letzte wirkliche Kontakt von Ihr.

Die Mail hab ich inzwischen in einen anderen Ordner verschoben - auf Eis gelegt - in einen virtuellen Tressor gesperrt. Vorher hab ich Ihn in Word gespeichert und all meine Wut daran ausgelassen. Den Rest pack ich hier noch rein und dann will ich's gut sein lassen.

Sie begann mit den Worten es tät Ihr leid das ich enttäsucht bin und wenn ich schon so offen drüber rede tut Sie es auch.
Mein Gedanke dazu "aha also war es doch nicht ganz ehrlich in der Mail vorab".

Den ersten Grund: 1,5 Jahre nicht wirklich gesehen.
Es wurde mir klar gemacht das es an Ihrem Geburtstag 8.2008, einmal zufällig beim Einkaufen bis den jetzt endlich wieder beim Essen war.
Na und das ich ja meinen Geburtstag 2008 ewig nachfeiern wollte es aber nicht geklappt hat. Weil ich ja wohl mit Depressionen und mir selbst wohl viel zu viel beschäfftigt war.
Holla die Waldfee: ja jetzt weiß ich warum  Sie ja plötzlich nicht mehr soooo groß feiert. Woran ich eigentlich nicht mehr wirklich glaube (inzwischen auch egal ist). Sie glaubt es nicht das es mir sooo schlecht ging.

Tja wie kann man auch nur so schwach sein und Depressionen bekommen. Na und dann auch noch das aller Wichtigste dabei vergessen. Mir viel es wie Schuppen von den Haaren.
Ich hatte an meinen Tag selbst gefeiert und Ihre Einladung war mit der Begründung "mir ist das zu viel da ich ja erst mein Kind vor paar Wochen bekommen hab" abgesagt worden.
Darauf hin hab ich (treudoof wie ich  nun mal bin) gemeint kein Problem, wir könnten es ja noch mal extra und etwas später nachholen. Termine wurden zwar nur ein oder zwei versucht, aber eins weiß ich ganz genau. Einen hab ich mit Ihr vereinbart und der wurde mit den Satz "ja das geht noch. Ist nicht so knapp am Urlaub dran" festgelegt. Abgesagt mit der Begründung "tut mir leid aber ist zu stressig mit den Urlaubsvorbereitungen".
Was macht eine Freundschaft aus? Vielleicht seh ich es falsch? Einen kleinen Ruck geben und was für die Freundschaft tun.
Mein Kind kam damals gerade erst aus dem Krankenhaus Ende Juli und wer den Eintrag vorher gelesen hat, kann sich vorstellen wie es mir ging. Trotzdem hab ich es auf mich genommen Mitte August 45 Min Fahrt auf mich zu nehmen um mit Ihr den Geburtstag zu feiern.
Ja irgendwie bin ich doch bescheurt oder??
Aber jeder hat wohl seine Einstellung und meine paßt nicht zu Ihrer. Wie konnte ich nur so blind durch die Welt gehen?

Gründe kann man finden, der zweite war der Schwimmkurs. Mein Worte haben dazu geführt das sie mir vorwürft ich würde Sie dazu zwingen zwischen Ihrem Kind und mir sich zu entscheiden. Sie hätte mir das nie und nimmer übel genommen wenn es so gewesen wäre. Merke man sich den Satz hier und guck da *.

Ich sag nur: Man hätte auch beides geschafft
Da soll sie mir noch mal sagen das ich mich kindisch benehme.

* Sie sieht es halt einfach nicht so eng wegen der Absage, da wir uns ja lang schon nicht mehr gesehen haben und gleichzeitig wirft sie mir vor ich bin so beleidigt. Das sieht sie aus der Begründung wegen neuen Termin erst im Juni. Meine Begründung war "mir wird das alles zu viel mit den Terminen im April und Mai und ich schaff das nicht".
Sie dachte wir können unsere Freundschaft ein wenig auffrischen und die Treffen Abends hätten uns gut getan. Na und ich werd doch wegen der Absage nicht gleich die Freundschaft kündigen. Wir sind ja schließlich erwachsene Menschen und nicht im Kindergarten. Es wäre völlig kindisch.
Soll ich mich damit jetzt beleidigt fühlen. Was hat sowas mit kindisch zutun und von Freundschaft kann man da nicht mehr sprechen. Gute Bekannte aus alten Zeiten trifft es besser.
Abschlußsatz "sie hofft ich melde mich mal wieder "wenn ich Bedürfnis hab mich mit einer alten Freundin zu treffen.

Mein Satz dazu Im Moment hab ich zwar sehr das Bedürfnis. Allein um einige Dinge mal klar zu stellen und mit dem Thema abschließen zu könnne. Egal wie es aus geht, aber weiß nicht wirklich wie das Treffen aus geht. Ich hab leider zurzeit keine Kraft dazu. Ich befürchte ich werde zum Schluß heulend im Auto sitzen und nicht fähig sein dies Heim zu fahren ohne Gefahr zu laufen nicht anzukommen wo ich hin muß.
Sorry, aber meine Gesundheit geht vor.


Traurig aber im Moment sehe ich es eher so "die Freundschaft ist im Sand verlaufen". Eine Bekannte aus der Vergangenheit. Mit guten und mit schlechten Tagen.

Heute hat meine Kleine Ihren 5. Geburtstag

29.04.2005

wurde unsere kleine Maus geboren. Irre wie die Zeit vergeht. Ich hab die ganze Nacht nicht schlafen können. Heute früh meine Maus umarmt und nicht mehr los gelassen mit Tränen in den Augen.
Das war heute vor 5 Jahren eine harte Zeit.

Ganz am Anfang unseres Kinderwunsch war die Welt noch in Ordnung. Lang hat es gedauert bis es soweit war und dann konnten wir es kaum glauben. Wir werden Eltern. Die Schwangerschaft getrübt von 2 Totesfällen 2004 und Streitigkeiten in der Familie.
Überraschung meine Schwester ist auch schwanger.
Opas runder Geburtstag 2005 mit WE-Urlaub im BayrischenWald, Umzugsplanung März/April, mein Geburtstag und Ostern, aber es kam Schlag auf Schlag. Meine Finger waren lang schon pelzig und irgendwie ging es mir nicht wirklich gut. Frauenarzt im Urlaub, Test beim Hausarzt ok, nächster Besuch beim Frauenarzt war ok. Finger kommen vom Wasser. Unwohlsein war weiter da, ein WE ganz schlimm. Besuch beim Frauenarzt "ab ins KH zu Untersuchung für ein paar Stunden". Aus ein paar Stunden wurden faßt 3 Wochen. Es folgten Untersuchungen über Untersuchungen. Fragen über Fragen, was wollen die überhaupt "es geht mir doch eigentlich gut". Kurz ein Bett auf Station bezogen. Nein nein sie bekommen jetzt gleich in den Kreissaal zur Überwachung. Ein Schock nach dem anderen:
Ich soll bleiben bis zum Schluß? Wie was bis Juli? 3 Monate im KH? Kein Stress, keine großen Bewegungen. Geht gar nicht, zieh gerade um, will nächste Woche heiraten??? Was soll das, warum, was hab ich? Kaum den Schock überwunden, aber gleich der nächste Schock, 2 Typen im grünen Kittel aus dem Kinderkrankenhaus erzählen mir was von Risiken in der 25 Schwangerschaftswoche. Ja wie, was wer sagt das ich schon mein Kind bekommen will? Ich habs noch  nicht mal gespürt in mir, das soll mal schön drin bleiben. Na und wie war das vor paar Wochen hier beim Feinultraschall? Der Arzt erzählt was von ne Traumschwangerschaft?
Dann weils sonst langweilig wird ziehen wir mal wieder auf Station. Zum Glück hatte ich eh nichts dabei um viel umzuziehen. Standardfrage "haben sie Oberbauchschmerzen". "Ne mir tut nix weh aber wenn mir mal einer sagt was Oberbauchschmerzen sind und warum man die mir schon faßt aufdrängt". Eine Woche verging. Unsere Hochzeit naht. Traumhochzeit schlecht hin. Mal kurz umgezogen, ab ins Stillzimmer und schwupp war ich verheiratet. Meine Hochzeitstorte war ein Eisbecher, mein Festraum der Hinterhof vom KH. Mein Abendessen? Irgend ein KH-Fraß den keine Schwangere versteht die vorher Broschüren bekommen hat über "was ißt man besser nicht in der Schwangerschaft".
Einen Tag später sind den die Oberbauchschmerzen eingetroffen. Ich dachte es sind Blähungen vom Sauerkraut und Salat. Lefax, Sab, Kirschkernkissen. Keine Hilfe, am Abend wurde Blut abgenommen. Je nach Wert komme ich in den Kreissaal. Ich lag die Nacht wach, keiner kam um elf. Früh fix und alle wurde ich verlegt und die erlösende Spritze um diese Schmerzen zu ertragen bekam ich den erst nachts um zwölf. Täglich von neuen sind die Schmerzen aufgetaucht. Immer früher, Schmerzen gab es erst in der Nacht. Die Gerätschaften, wenn mich den mal einer der Lernschwestern mit versorgt haben, zeigten täglich das mein Kind immer mehr verärgert war. Kein Wunder, die Spritze wirkte nicht mehr bis zum Abend, sondern nur noch bis zum späten Nachmittag, Nachmittag, Mittag . Das erste Mal das ich mein Kind in mir gespürt hab. Leider nicht mehr lang. Am 29.04. früh kamen die Schmerzen. Ich hab meinen Mann angerufen und meinte "es ist so weit" er meinte nur "ne ne die wissen schon was sie tun. So viel zutem "Sie wissen schon was sie tun". Gegessen hab ich die Tage eh nicht mehr viel, aber Frühstück viel schon aus, Blut wurde abgezapft und Mittags wurde mir klar gemacht es geht los. Dann gings Schlag auf Schlag und am Nachmittag war ich Mama. Mein Kind durfte ich kurz sehen. War am schreien und der Arzt meinte das hatte er noch nicht. Es war das erste Mal das er der Mutter in der 27. Woche das Kind zeigen konnte. Sie war sehr stabil. Trotzdem mußte sie ins Kinderkrankenhaus und Stunden später lag ich da, in meinem Bett und fühlte in mich. Kind war weg, da ist nichts mehr. Wars das schon?
Einen Tag später durfte ich dann zu meinem Kind und die schwere Zeit begann im Kinderkrankenhaus. Nach 1 Woche schon eine OP am Herzen. Die 3 Monate kamen einen vor wie eine Ewigkeit. Im Juli durfte Sie dann endlich Heim.

..............................und das war vor 5 Jahren schon???? Mir kommt es vor wie gestern.

Nu ist sie schon eine kleine Dame. Trotzdem zur Erinnerung an damals hier ein Bild aus Dezember 05.


Mein Mutterglück