Donnerstag, 12. Mai 2011

Rückhalt

Ja das braucht man in so einer schweren Zeit und ich bin überwältig wieviel wir erhalten.
Manchmal weiß man nicht wieviele Menschen eigentlich im Moment im leben bei einen sind. Jeder hat so seinen Alltag und trotzdem (zumindest geht es mir so) ist man im Gedanken bei der Person.

Ich hatte gestern ein Telefongespräch, was mich sehr gestärkt hat, danke noch mal na dieser Stelle. Solche Gespräche braucht man wohl intensiv in dieser Zeit. Ich zumindest brauche es und merke es bei jeden solcher Gespräche. Verwandte, Freundinnen, Bekannte und  Arbeitskollegen alle fühlen mit und ich bin dankbar.
Selbst Menschen die Ihr, wegen Ihrer Art, auf keinster Weise nahe stehen und diese Menschen sind was ganz besonderes.

Es ist selbstverständlich? Nein das ist es in der heutigen Welt nicht! Auch dies mußte ich schon erfahren. Es gibt noch genügend Menschen die egoistisch genug sind. Allein schon der Satz eines Menschen die Tage, hat mich wieder umgeworfen. Unglaublich, aber wahr. Mehr mag ich gar nicht dazu sagen.

Ansonsten, na ja, geht es mir heute wieder etwas besser. Gut kann man in so einer Situation nicht sagen. Im Moment ist ja noch immer einiges stabil. Es beruhigt irgendwie, aber gleichzeitig ist man auf alles gefaßt.

Ich versuche den Tag so gut es geht zu überstehen. Tu mein Bestes für alles das täglich sein muß und der Rest bleibt wo er ist.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Hält sich in Grenzen

Im Moment kann man es so sagen. Die Tage sind schwierig und ich schein wohl auch einfach gar keine Kraft mehr zu haben viel in mich einzuschieben. Vielleicht wars gestern aber auch das leckere Abendessen:

Hachfleischküchle mit Käsefüllung in Tomatensoße und Zucchini-Auberginen-Gemüse

Trotzdem:
2 Riegel dunkle Schokolade, 2 handvoll Gummibärchen und 3 Fruchtstäbchen
später wars gut.

Zu viel? Für mich ist das direkt wenig.

Heute sitzt mir der seelische druck sehr auf den Schultern und ich laufe schlecht. Heute noch mal KH-Besuch. Morgen habe ich andere Termine wahrzunehmen. 

Dienstag, 10. Mai 2011

Stabil! Was ist das?

Das mußten wir gestern hören. Im Moment ist alles stabil. Gegenüber die Vortage, aber auch  nicht besser. Macht einen Stabil beruhigter? Nein, die Angst ist weiterhin da. Man behält die schrecklichen Bilder im Kopf und muß sich an all das gewöhnen. Lang wird es dauern bis es gut wird, wenn den überhaupt. Bangen und hoffen geht weiter. Kraft wird gebraucht.

Gestern nach dem Besuch dachte ich ich hab genug am Spielplatz getankt. Mit Gesprächen abgelenkt, es versucht. Trotzdem kam ein Ausbruch am Abend. Essen machen, bei Zickereien seines Kindes ruhig bleiben, Anruf überstehen und alles geht schief. Glas zerlegt, Essen verbrannt, rum geschimpft, geweint, getröstet, geholfen......Mir fehlen Sätze und Worte um sowas zu beschreiben.

Vielleicht zu dem was hier eigentlich stehen sollte. Gewicht heute 80,1 kg bin zufrieden. Mehr kann ich nicht erwarten. Essen ging bis auf ein paar Stück Schoki und Abends noch Salami ganz gut. Ich muß mich auf LCHF lenken und die Finger vom Süßkram. Dann wird es besser. Danke an Kiki für den Tipp. Ich glaub so wirkt es früher aufzuhören.

An Sport ist nicht zu denken. Ich hab sogar den Arzttermin wegen meinem Rücken für heute abgesagt. Mir fehlen die Nerven dafür. Ärzte seh ich zu genüge im Moment und mit der seelischen Last hilft es eh nicht. Ich komm weder zeitlich noch nervlich dazu mich auf Rückenübungen zu konzentrieren, noch überhaupt Termin für KG auszumachen. Ich versuche dran zu denken es zutun, wenns geht ist gut wenn nicht egal.

Montag, 9. Mai 2011

Gewichtstechnisch tut sich nichts

Nein, wirklich nichts. Bin heute gleich auch gar nicht auf die Waage.

Erst mal muß der Gedankenberg, meine Seele wieder in die Waage bekommen und wenn ein enger Angehöriger mit dem Leben kämpt ist es nicht machbar. Ich glaube es gibt da keinen der sich groß viel Gedanken um sein Gewicht machen kann. Bei manchen rutsch es vielleicht in den Keller, bei mir wohl eher hoch. Mich macht das sicherlich fertig, aber anderes noch viel mehr und ich kanns nicht ändern. Im Moment kann ich nur versuchen das schlimmste zu verhindern und rechtzeitig die Bremse zu bekommen und was nicht geht ist trotzdem wieder änderbar.

Gewicht kann man wieder reduzieren. Manch schwere Krankheit leider nicht.

Trotzdem bete ich! Auch wenn ich das schon lang nicht mehr gemacht hab, mich die Tage sehr oft gefragt hab wo da die Gerechtigkeit ist und ob da oben überhaupt wer ist, hoffe und bete ich.

Im Moment ist alles so unwichtig und ohne Freude. Wie lang hab ich mich auf Sonne und Sommer gefreut. Kleidung kaufen, um was vernünfitges im Schrank hängen zu haben. Schicke Nägel, tolle Frisur und vor allem endlich Figur. Urlaub im Süden........................

Stattdessen hab ich nur Bilder und Geräusch der letzten Tage im Kopf, Traurigkeit und Tränen im Gesicht......

Freitag, 6. Mai 2011

schwerer Tag

Ja das war es für mich. Der 2 stündige KH-Besuch hat mich schwer mit genommen. Ich wollte es wohl nicht wahr haben und war entsprechen erschrocken nach dem Besuch.
Mein Wunsch als ich Zuhause war war nur noch meine Lieben feste an mich trücken, unter die Dusche um den Geruch los zu werden, meinen Magen füllen, auch wenn nicht wirklich Essen im Kopf war. Der Magen schrie aber danach und mein Körper rief auch nach Sofa, Kuscheldecke und Wärmekissen. Nach mehreren Telefongesprächen wars dann auch möglich all dies zu bekommen.
Die Nacht war unruhig, zwischendrin wieder dieses Frustessen, aber dank meinem Talisman, der mir in die Hand viel und die Gedanken lenkt, nur kurz.

Essen soweit ok mit LCHF bis auf's nächtliche Frustessen.
Gewicht wieder bei 79,9 passend zum WE.

Donnerstag, 5. Mai 2011

gestern keinen Essanfall

Mal wenigstens was positives vom gestrigen Tag. Wo ich im Moment nicht wirklich viele habe. Jeden Abend bangt und hofft man beim abendlichen Telefongespräch mal positive Nachricht zu erhalten, aber leider auch gestern nicht.

Dafür hab ich gestern intensiv an meinem Ich gearbeitet. Auf Tipp einer guten Freundin fand ich ein Buch über eine Therapeutin die sich auf den Sehnsuchtshunger spezialisiert hat. Sehr wichtiges Thema für unsereins. Ich glaube sehr viele dicke haben dieses Problem und ich weiß schon lange das ich darunter leide.
Eigentlich wollte ich dieses Buch kaufen, aber diese 20,-EUR wieder in ein Buch stecken was rum liegt, nein erst mal zur Ansicht bestellen und rein spitzen. Den ich weiß was die Ursachen meiner Frußtessen ist, nur nicht wirklich wie ich die in den Griff bekomme. Dachte ich die Tage intensiver. Gestern hatte ich das Buch einsehen dürfen und mich erschlagen Worte/Sätze wie

inneres Kind
Wächter
will ich das wirklich
warum will ich essen
Hinweisschilder

Stop dachte ich und hab mich erst mal wach gerüttelt. Für was war ich eigentlich Jahre in Therapie wenn ich nun wieder Geld für so ein Buch ausgeben muß wo Dinge drin stehen die auch in meinen Kopf schon lange sind. Ich hab das Buch dankend zurück gegeben. Mir intensiv immer wieder im Kopf vorgesagt "Ich" einfach nur "Ich". Lief herum um mir irgendwie was zu kaufen was mich an "mich" erinnert wenn es mal wieder zu viel wird. Dann viel mir aber ein ich hab schon was. 2 süße Talisman aus meiner Therapie-Zeit. Vor nicht so langer Zeit hatte ich die aus der Tasche genommen. Dankend an einen Platz gesetzt im Glauben ich brauch sie nicht mehr.
Was nicht stimmt. Ich hab viel gelernt aber gelerntes muß auch angewendet werden und wenn man das nicht tut, wird es vergessen.

Somit seit gestern so langsam in der Spur und siehe da!!! Ich hatte gestern Abend einen meiner zwei (der Arme) faßt tot gedrückt vorher, während und nach dem Telefongespräch. Der Abend verlief zwar immer noch mit Gedanken an Essen, aber ich hab beim kleinsten Ansatz immer wieder hinterfragt "brauch ich es", "warum denk ich so viel daran" "ich hab keinen Hunger sondern bin nur müde und ausgelaugt vom Tag", "genieße den Abend und geh früh ins Bett, Dein Talisman hilft Dir dabei".

Ergebnis: Ich habe nichts, aber auch wirklich nichts gegessen und bin stolz auf mich.
Danke Talisman, danke an mich weil ich an mich gedacht habe und es mir gut gehen hab lassen. Mach weiter so.

Mittwoch, 4. Mai 2011

kraftraubendes WE

Ja das war es, aber so langsam fang ich mich wieder.

Eigentlich war der Freitag ganz schön. Mir taten die Füße ungemein weh am Abend. Gelaufen bin ich genug. Party hatte meine Kleine auch zu genüge und Abends ging es Zuhause weiter. Ja da war auch hier und da ein Gläschchen Wein und Prossecco dabei. Ich habe es aber genossen.

Samstag kam dann das böse erwachen. Wenn man mit einigen Wein und erst um halb drei ins Bett geht. Kann es ja nicht anders gehen. Man kämpft sich "mit Besuch Frühstücken", "Aufräumaktionen" und "Kater pflegen" und "mit Kind raus" kämpft man sich durch den Tag. Könnt Ihr Euch vorstellen wie Kind begeistert war seinen neuen Roller und die Inliner auszuprobieren? Ich jetzt schon und für mich wars echt heftig.

Leider kam am Nachmittag noch eine schlechte Nachricht und nun wußten wir auch warum sich die Eltern nicht gemeldet hatten. Ein KH-Aufenthalt heist nichts Gutes und wir hoffen und beten nun seit Tagen das es besser wird. Leider hatte es sich am Montag noch verschlechtert.

Inzwischen ist es schon Mittwoch und die Tage verfliegen. Ich komme zu nichts, die Gedanken schwirrn zwischen Dingen die ich im Alltag meistern muß. Meine Stimmung schwankt stündlich und mal rede ich lieber, aber ich hab auch Phasen wo ich das nicht möchte, trotzdem tun muß.

Essenstechnisch lief seit Freitag somit auch wieder chaotisch und ich muß in erster Linie wohl erst mal diesen seelischen Hunger unter Kontrolle bringen, den der kommt mir schwer in die Quere mit LCHF. Mein Gewicht steht wieder bei 81,1.