Seit einiger Zeit gehe ich nun zu meiner Heilpraktikerin. Die einiges in mir wach gerüttelt hat.
Ich bin durch Sie über alle Diäten hin weg. Ich hab keine Lust mehr mich zu vergewaltigen. Ich habe genug Erfahrung in den letzten Jahren gesammelt. Klar ist doch auch, nach der Diät wird es wieder mehr wenn ich wieder so weiter machen würden wie bisher. Sicherlich nimmt man aus den vielen Diäten einiges mit, aber im Grunde soll man auch Leben und das tu ich seit ich denken kann nicht mehr. Weil mein Leben in Fesseln ist. Gefesselt von Essen. Es wird noch ein steiniger Weg werden und noch sind die Feseln nicht weg, aber deutlich lockerer geworden. Essen wir normal. Wie das täglich Zähne putzen.
Klar ist doch:
jedes Gemüse hat weniger Kcal als Schweinshaxe.
Jeden Tag über den Bedarf leben ist zu viel.
Es gibt Tage wo es festlich wird, ist das normalste der Welt.
Normale Esser würden vorn weg oder danach eben etwas reduzieren, oder mal Sport einbauen.
Ich muß eh auf Dauer eine Ernährung für mich finden die paßt. Mein Essverhalten ändern. Schlanke machen es nicht anders. Ich bin mir nach meiner letzten Woche Experiment sicher ich schaffe es. Auch wenn es nicht gleich ist.
Vielleicht hilft es anderen auch in die Spur zu kommen. Hier mal was ich so gemacht habe. Allerdings teile ich es entsprechend in Schritten auf.
Ganz wichtig ist dafür: schafft Euch ein Tagebuch an. Wo Ihr rein schreibt nur für Euch. Papier was immer dabei sein kann und auch rein gemalt wird. Ich hab immer gesagt das schaff ich nie. Nun tu ich es schon seit Wochen.
Teil 1
1. Woche
Alles auf Anfang gestellt. Sämtliche Diäten (gerade was KH, EW oder Fett an geht) verbannt.
Eine Liste gemacht mit was mag ich, was mag ich nicht von Gemüse, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate.
Nicht schummeln, sondern wirklich danach "womit kann ich mein Leben verbringen ohne drauf zu verzichten und wofür würde ich im Leben nicht ständig verzichten wollen" ohne Rücksicht auf irgend welcher Diätregeln.
Das ist sicherlich auch eine Woche wo man vielleicht wieder etwas zu nimmt, da man auch wirklich mal essen soll worauf man Lust hat und ich sag Euch da genießt man und ißt ohne schlechtes Gewissen. Trotzdem wars nicht viel mehr.
Schreibt auf was Ihr die Woche so eßt. Mit Uhrzeit und Menge. Was Euch gut gelungen ist gebt Euch eine farbige Belohnung.
Was nicht so gut lief ein Smily ohne Farbe. Warum? Hebt die positiv gelaufenen Dinge hervor. Die negativen hängen einen eh im Kopf länger hinterher und man sollte sich mehr auf die positiven Dinge konzentrieren.
Trinken ist auch sehr wichtig. Ich glaub so ungefähr 35 ml pro Körpergewicht. Da kommt was zusammen und selbst ich, wo viel trink schaffe nicht immer alles.
Versucht aber nicht ständig zu essen, sondern guckt wie Ihr mit den Mahlzeiten klar kommt. Ich für mich hab entschieden ich komme mit 3 Mahlzeiten aus. Zwischenmahlzeiten bringen mich nur dazu ständig zu essen. Ich esse mich lieber 3 mal satt. 5 Std. Pause um den Körper Ruhe zu gönnen wäre super.
Es hört sich alles komisch an. Dachte auch: wie, warum und ich nehm doch wieder zu, aber machts wirklich. Es führt Euch zu Euch zurück und zum Essen wie wir es sollten.
Auch wenn der erste Teil bei mir schon wieder einige Zeit her ist, ich liebe es und genieße es so zu Essen. Ich lerne wieder Dinge von früher lieben, die ich mir verboten hab. Ich esse Dinge nicht mehr, die ich mir nur eingeredet hab zu lieben.
Allein das bringt schon viel Zufriedenheit.
Na und hätte ich nicht meine Regeln verstoßen die letzten WE (mit guten Grund wie Geburtstag, Hochzeitstag):rolleyes: Hätte ich sicherlich schon wieder die u90. Den trotz Dinge die Diäten verbieten habe ich täglich 300g unter der Woche abgenommen.
Beispiel gestern:
Früh Nüsse, Mango
Mittag 2 Weißwürste, Brezel
Abend 2 Teller Kohlrabi-Hackfleischsuppe
und noch ein Ausrutschter mit 5 Mini-Tüten Gummitieren :(
Heute 300g weniger :daumen:
Na und das hatte ich vor paar Wochen mit Alma gequält geschafft. Also warum, wenn es auch so geht?
Essgestört (Bingeating) ein Leben lang? - Nein das muß nicht sein! Ich befasse mich seit längerem intensiv mit mir und meinen Problemen aus denen diese Störung kam. Begleitend dazu möchte ich meine Ernährung auf LCHF langfristig umstellen. Inzwischen ist das mein 3. Anlauf abgesehen von den halbherzigen Versuchen, aber ich werde nicht aufgeben und weiß ich werde es eines Tages schaffen.
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