Essgestört (Bingeating) ein Leben lang? - Nein das muß nicht sein! Ich befasse mich seit längerem intensiv mit mir und meinen Problemen aus denen diese Störung kam. Begleitend dazu möchte ich meine Ernährung auf LCHF langfristig umstellen. Inzwischen ist das mein 3. Anlauf abgesehen von den halbherzigen Versuchen, aber ich werde nicht aufgeben und weiß ich werde es eines Tages schaffen.
Dienstag, 8. Januar 2013
Alles wird gut.......
Hallo, an alle die hier immer mitgelesen haben und sich vielleicht fragen wie es mir geht, aber natürlich auch an alle die hier neu dazu kommen.
Tja, wie geht es mir? Soll ich ehrlich antworten? Absolut besch*****.
Meine Versuche im letzten Jahr aus meinem Loch zu steigen sind spätestens im November gescheitert,warum, dazu später. Erst mal so meine Gedanken zu der Zeit vorher.
Ich war mir in vielen klar, aber die Umsetzung braucht seine Zeit. Ich weiß, inzwischen, mein Übergewicht hängt viel mit der Psyche zusammen. Ich hab mit meiner HP und TP, aber auch viel durch eigenes arbeiten an mir gesehen das es nicht damit getan ist seine Ernährung umzustellen. Die Zeit hat mir wieder sehr viel Übergewicht gebracht. Ich ging das ganze aber beruhigter und entspannter an als früher. Mir war das wirklich egal. Ich wollte mich erst mal mit dem Problem an sich auseinander setzen.
Vielleicht fragt Ihr Euch "was ist eigentlich das Problem? Raus kam für mich, in meiner Kindheit sind einige Dinge passiert die "das Kind" wohl nicht verarbeiten konnte, aber auch nicht mit Eltern oder Verwandten sprechen konnte. Es wurde immer mehr geschluckt, immer mehr habe ich mich zurück gezogen und versucht Dinge mit mir selbst auszumachen. Traurig aber wahr, irgendwann wurde daraus Frustessen. Es hat wohl keiner gemerkt. Ich konnte das wohl immer gut verstecken und verstehen konnte mich keiner. Leider hat das dazu geführt das ich das bis jetzt so weiter geführt hab, ohne das ich es selbst wahr haben wollte. Klar hab ich mir schon seit langen gesagt ich hab ne Ess-Störung, aber so richtig bewusst wurde mir das erst im letzten Jahr. Lange Zeit habe ich gegen vieles an gekämpft und war wohl wütend über das was wahr. Damit habe ich nun Frieden geschlossen. War so, ist passiert und läst sich nicht rückgängig machen, aber ich kann jetzt was tun das es besser wird. So weit war ich im letzten Jahr gekommen.
Dazu braucht man aber Kraft und Kraft hatte ich in den letzten 2,5 Jahren stark verloren. Vorher war ich mega erfolgreich mit LCHF schon unter 80 kg gekommen. War hoch motiviert, selbstbewusster und schon mehr zufrieden mit mir und meinem Leben durch die Welt gegangen. Ich hätte nie gedacht das ich so tief falle.
Der Grund war meine Mutter wurde schwer krank. Das hat mir ziemlich die Füsse weg gezogen, aber wahr haben wollte ich das nicht. Gemerkt hab ich es schon gleich gar nicht. Ich dachte klar meine Mutter ist schwer krank, mein Verhältnis zu Ihr war nie richtig. Hab auch einiges durch mit Therapie und da auch abgeschlossen wie es war und ist. Ich liebe sie und will sie so nicht sehen. Sie leidet, das erste Jahr war schwer, aber man hat gehofft "es wird Alles gut........" ja, nur wusste lang keiner von uns das der Krebs bösartig war. Nun kann ich auch verstehen warum meine Mutter nicht mehr die selbe war. Vorletztes Jahr hatte jeder von uns Hoffnung geschöpft. Es geht aufwärts dachte man noch Anfang des Jahres, aber dann kam im Frühjahr die zweite Diagnose und alles fing von vorn an, nur noch viel schlimmer.
Infektionen, Zusammenbruch, Intensivstation und 8 Wochen bangen und hoffen. man hörte das erste Mal "der ist nicht heilbar". Ich wollte es wohl nicht hören, hab nur gebetet, gehofft, meinen Vater unterstützt, meine Schwester entlastet, die Ihren Mann lang im KH hatte. Nebenbei, 1. Klasserein Zu hause, Haushalt, Job, Familienleben, Freundeskreis pflegen. Was eben so an stand.
Es wurde zwar wieder besser, raus aus der Intensiv, Reha und Co. man glaubte und hoffte. Ich ging erlöst aber geschwächt in den Urlaub. Hoffte auf Erholung und merkte nicht das ich tiefer nicht fallen konnte. Bin am Ende gewesen, hatte keine Kraft mehr. Meine Ernährung war dahin. Mein Gewicht immer mehr nach oben, mein Rücken brachte mich um und nebenbei viele Erkältungen, Blasenentzündungen, usw.
Gemerkt hab ich nicht woran es lag. Das hab ich erst im letzten Jahr so richtig begriffen. Die Angst mit Bandscheibenvorfall auf den OP-Tisch zu landen oder noch schlimmeres wurde immer größer. Keiner konnte mir helfen die Schmerzen zu beenden, keiner konnte wirklich was finden woran es lag. Dachte ich, ich hab nicht zugehört. Erst im Herbst hat mir ein Arzt klar gemacht. Da ist nichts am Rücken "haben Sie psychische Belastungen"??? Hammer Schlag ins Gesicht! Hab ich das?
Ich doch nicht!!! Sch**** gestehe Dir das doch endlich mal ein!!!!!! Irgendwann mußt auch Du das sehen!!!! Ok, ja ich habs. Wenn ich wirklich drüber nach denke, fing ja alles mit der Krankheit meiner Mutter an. Mich macht das fertig, völlig fertig. Ich versteh die Welt nicht mehr. Die Frau, die immer so stark und selbstbewusst durchs Leben ging. Die nichts aus der Bahn werfen konnte saß seit Monaten vor mir wie ein Häufchen Elend. Das kann nicht sein, das ist ein Alptraum, ein Alptraum der noch schlimmer wurde. Es kamen Wochen mit ständigen gehen und kommen aus dem KH, sie wurde schwach, anfälliger und man sah wieder wie es abwärts ging. Wahr haben wollte ich es nicht, dann kam eins nach dem anderen, Überlegungen Palitativ, Hospits, Zuhause.......Was wollen die überhaupt?????? Behandlungsfehler?!?! Hört da eigentlich noch einer zu? Dann hatte man das Gefühl es wird besser.
Samstag 10.11.12, 8:00 Uhr, es ist vorbei!!!
Gedanken kreisen! Warum!!! Nein, das kann nicht sein!! Warum Sie? Warum so? Warum jetzt schon? Warum, warum, warum?
Kopfkino, Bilder über Bilder, der letzten Jahre, Monate, Tage, des leblosen kranken mageren Körpers! NEIN!!!! Bitte laßt es aufhören. Dieser Schmerz ist unendlich und ich versteh es heute noch nicht. Ich glaube es nicht, ich verstehe es nicht.
All die Dinge die danach zu erledigen waren, Hölle auf Erden. Ich wünsche es keinen. Es ist kaum zu ertragen.
Zeit heilt alle Wunden!
Wann? Es ist wie gestern. Es hört nicht auf weh zutun. Jeder Gedanke dran "Sie ist erlöst, sie hat es überstanden, dort wo sie ist geht es ihr nun besser........
Ich will es nicht mehr sagen müssen. Ich will das es einfach aufhört.
Trotzdem ich lass es einfach zu. Mehr kann ich nicht tun. Es braucht seine Zeit, bei einem mehr bei anderen weniger. Ich hab so viel Kraft gebraucht und nun ist die Zeit da es zu verarbeiten. Kraft aufzubauen. Langsam, aber irgendwann muß es wieder werden.
Ablenkung, sich um sich kümmern. Neues Jahr, durch starten. Das will ich versuchen auch wenn es noch schwer fällt. Ich versuch mir zu sagen "das Leben geht weiter und man muß es für sich gut meistern". Ich muß mich nun auf mich konzentrieren. Bin ein ÜHU geworden und das war ich noch nie!!!! Ich könnte heulen.
Trotzdem gehe ich es langsam an. ich weiß mit Druck geht gar nichts, aber ich weiß ich schaffe es.
Wie? Langsam? Schritt für Schritt und ohne Druck.
Arbeiten an meiner Ess-Störung, bewußter Essen und mehr Bewegen.
Vielleicht auch bald wieder mit LCHF. Zumindest liebäugle ich damit, weil ich weiß mir ging es damit sau gut, aber ob ich diese Stränge mit mir jetzt schon kann, weiß nicht. Erst mal langsam und das womit ich klar komme. Schritt für Schritt. Gestern war mein erster Tag und der verlief schon mal gut.
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