Essgestört (Bingeating) ein Leben lang? - Nein das muß nicht sein! Ich befasse mich seit längerem intensiv mit mir und meinen Problemen aus denen diese Störung kam. Begleitend dazu möchte ich meine Ernährung auf LCHF langfristig umstellen. Inzwischen ist das mein 3. Anlauf abgesehen von den halbherzigen Versuchen, aber ich werde nicht aufgeben und weiß ich werde es eines Tages schaffen.
Freitag, 2. Mai 2014
Der ganz normale Wahnsinn meines Lebens – oder – und was kommt noch?
Der ganz normale Wahnsinn meines Lebens – oder – und was kommt noch?
Zu LCHF bin ich wieder gekommen weil ich merkte es tut mir, meinem Körper und auch meiner Seele gut. Was meiner Seele nicht gut tut sind außergewöhnliche Dinge, Stress und Schicksalsschläge. Ich hab es nicht gelernt damit umzugehen. In vielen solcher Situationen habe ich mich als Kind zurück gezogen, traute kaum mit einem darüber reden. Ich hab viel mit mir selbst ausgemacht. Meine Psyche reagiert mit Essen, viel Essen, viel Süß kram essen und was noch nebenbei im Weg kommt. Was gesundheitlich dann nicht wirklich fördernd ist.
Inzwischen habe ich durch meine Therapie einiges dazu gelernt. Ich breche oft aus dem Muster aus. Bin ich grundentspannt bringt mich nichts aus der Ruhe, aber kommt es dicke ist alles dahin.
Seltsam entspannt nahm ich meine langwierige Erkältung, die sich mit einer Kehlkopfentzündung sehr gut gepaart hatte, hin. In der Zeit war auch meine Oma schon schwer mit Erkältung angeschlagen ins Krankenhaus gekommen. Nach Ihrer Entlassung fuhr ich zwar etwas überlastet, aber doch noch entspannt vorbei um ihr Zuhause zu helfen.
Alles wird gut, dachte ich damals noch, heute weiß ich es wird nicht gut. Der Stress im Geschäft hatte mich wieder, Zuhause herrscht das Chaos wie immer. Geburtstage nahen, Ostern, Waschmaschine hat wieder gestreikt, es muß eine neue hergrrrrr...Osterferien und Urlaub. Ja den wollte und brauchte ich unbedingt.
Eine Woche vorher saß ich noch mit meiner Kleinen beim Arzt. Schmerzen im Fußgelenk, nichts "nur" Wachstumsschmerzen, Verband Krücken. Okayyyyy!!!
Noch eine Woche Schule! mit Krücken laufen, wie meistern wir das nun wieder! Leichtsinnig wie ich bin „Mama schiebt Dich zur Schule mit dem Rad und bringt Dich hoch (3 St.) ins Zimmer. Ist ja nicht weit“. Hüstel, auch kurze Strecken können sich ziehen wie Gummi. Vor allem wenn man Büchertasche, Kind und Krücken am Rad und am Rücken schweren Rucksack hat. Schweißgebadet und fix und alle an der Schule angekommen 3 Etagen hoch. Mein Kind hüpfend ich mit allem anderen schleppend hoch. Sie lag oben dann erst mal am Boden Zunge raus hängend. Ich? Ja, ich will auch, aber kommt ja nicht gut.
Glaubenssätze der Woche „ jede körperliche Bewegung läßt Gewicht verschwinden“ und „bald ist Urlaub und Ferien“.
Die Woche zog sich, die Schmerzen blieben, die Krücken und der Verband auch. Die Gefahr droht der Urlaub mit Ausflügen entfällt oder wir ziehen Bollerwagen in Parks umher ;-).
Was kommt noch?
die Woche vorher kam Oma wieder ins KH und zog mit einen erschreckenden Ergebnis nie wieder Zuhause ein, sondern gleich in ein Heim um. Krebs! Höchstens noch ein halbes Jahr gaben Ihr die Ärzte. Alle waren geschockt. Wieder so eine Diagnose. Ich ertrage es nicht mehr.
Mein erster Besuch war überraschend gut. Sie ging damit wohl locker um. Das Zimmer und Ihre Bettnachbarin hatten mich erschreckt, aber schienen sie nicht zu stören. Eine Woche später bezog sie ihr eigenes Reich. Der Besuch schockierte ungemein. Ein Abbau innerhalb so kurzer Zeit. Ich wußte was das heißt.
Das We war da. Urlaub, Geburtstag, ein Ausflug ohne Bollerwagen. Der Fuß war besser, aber das Wetter nicht prickelnd für Parkbesuche. Einfach zu kalt. Viel Unterwegs, zu viel für mich und meinen Zustand meine Psyche war im Keller, aber ich wollte es mir selbst nicht zugestehen. Ostern naht und Donnerstag zog Oma zum 4. Mal in kurzer Zeit um. Sie kam ins Hospits. Ich nahhinein finde ich es erschreckend wie Ämter und Krankenhäuser mit Patienten und Angehörigen umgehen.
Karfreitag
wir liegen alle 3 flach. Mich hat die Erkältung wieder und der Rest Magen-Darm-Infekt, Fieber und Samstag kommen Gäste zur Geburtstagsfeier. Frohe Ostern sag ich da nur. Was kommt noch.
Samstag
Wir haben den Tag überstanden.
Sonntag
Etwas müde Osternester gesucht und dann kam die Nachricht: Oma ist für immer eingeschlafen. Ihr Wunsch ging in Erfüllung und wir waren alle traurig. Ich konnte es nicht fassen, nicht weinen, nicht glauben. Einladung stand noch zu Ostern und Ablenkung kam gut, aber wieder zu spät ins Bett.
Montag
Bei Opa Osternester suchen lassen sttand an. Es war ein schöner aber auch trauriger Tag. Gedanken an meine Mutter und Oma kamen auf. Viel wurde gesprochen darüber.
Dienstag und der Alltag hatte mich wieder. Fix und alle, müde, spät eingeschlafen unruhige Nacht.
Es gab viel zu tun, war auch gut so.
Mittwoch starb eins unserer Meerschweinchen. So langsam verkrafte ich es aber auch wirklich nicht mehr. Ist das alles noch normal?
Ja, bei uns herrscht immer der ganz normale Wahnsinn. Ich hab versucht den Tag zu überstehen, mein Kind zu trösten.
Donnerstag war Oma's Beerdigung und ich konnte endlich weinen...ich hab all die Tränen der letzten Tage auf einen Tag gelegt und hin noch Tage lang in Trauer.
und der Wahnsinn des Lebens geht weiter......
Im Moment versuche ich viel Ruhe zu finden. Zu entspannen wo es geht und wenn doch Schoki im Bauch landet, nicht böse auf mich zu sein. Es kommen wieder bessere und ruhigere Tage. Trotzdem bin ich überrascht über mich. Meine Entscheidung bleibt, LCHF ist mein Weg. Mich bestärken so viele Dinge. Sei es im Forum, bei einer lieben LCHF-Bekannten und Ihrer Bucheröffnung oder im Alltag.
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