Montag, 28. Januar 2013

Kinder sagen immer die Wahrheit

Heute hat mich eine Forums-Nachbarin auf eine Geschichte vom We gebracht.

Gespräch am We in unserer Familie. Meine Abnehmerfolge oder Misserfolge. Eher ersteres, eigentlich wollte ich ja nicht auf die Waage bis Februar. Bin dann zuerst am Anfang des Abnehmens doch drauf, um wenigstens zu sehen was wars vorher.

Erstes Erstaunen war, 3 kg im Weihnachts-Urlaub abgenommen. Ich betone WEIHNACHTS und URLAUB.

Ähmmm, ich abnehmen, im Urlaub, an Weihnachten?? Ok, wenn die Waage das meint, bin ich damit natürlich einverstanden. Schweigend nahm ich das hin und tat so, als ob ich von nichts weiß.

Nun mit über einer Woche Pülverchen und Co, und den Rest dann (inzwischen in Summe 3 Wochen) mit LCHF sind daraus schon ein Minus von 6,5 kg geworden.
Ja, bin wieder ziemlich oft (aber nicht täglich) auf die Waage, obwohl ich doch erst in Februar wieder wollte, aber ich konnte nicht anders. Das mußte sein, wo es doch so gut läuft muß man das doch festhalten und nun ist offizieler Wiegetag der Mittwoch.

Von all dem wußte natürlich keiner Zuhause was. Als es dann angesprochen wird, war mein Mann ganz verwundert und meinte noch "Du wolltest doch nicht auf die Waage". "Ne wollte ich auch nicht". "Na und, was ging". Hüstel, ok, hab dann erst mal erzählt wieviel es mal war, was im Urlaub weg ging, was jetzt noch und die Summe.
"Sein erstes war, mir klar zu machen "die über 100 kg sind fei schon viel". Ich "ähm, ja ich weiß, aber war eben so". Dann wow, aber das was Du geschafft hast ist ja schon mal viel, mach weiter so". Pühhh, ja das hab ich vor.

Hm, mir stellte sich zwar die Frage ob mein Mann den nicht gesehen hat wie ich unterm Pulli schlanker wurde? Das meine Schwimmreifen etwas abgenommen haben??? Mein Gesicht schlanker wurde, die Beine nicht mehr solche aufgequollene Stampfer mit extremer Orangenhaut sind, meine größer gekauften Hosen plötzlich rutschen, ich schneller laufen kann,.......................??????
Ähmm, hallo sieht man das nicht????

Nein, ich hab nicht gefragt, ich kenne MEINEN Mann. Der sieht nur was noch immer da ist und ich wollte es nicht an die Spitze treiben, hab schon viel zu viel gesagt.

Dann war da aber noch mein Kind. Ach, mein Sonnenschein, mein Engel *schmelz*......

Mit Ihren Worten:

"Mama, man sieht fei scho' das Du abgenommen hast".

Ähm, MANN? Hast Du das gehört???? So sollte das sein!!! Dachte ich mir, aber gesagt hab ich nichts, sondern nur meinen Engel in den Arm genommen und feste geknuddelt *Trännchen abwisch*.

Na und heute? War mal wieder so ein ekliges Thema am Frühstückstisch. Mein Mann schiebt immer noch seine Depri wegen der Geschichte im Oktober. Ist völlig neben der Kappe und das merkt ja unser Kind auch.

Sie hat selbst diese Herz-Geschichte vorletzte Woche gehabt. Wo der Arzt meint, es könne auch eine späte Reaktion auf den Tod der Oma sein. Dabei viel mir gleich noch die Geschichte mit meinem Mann ein. Das da ein Kind irgendwann mit leidet, würde mich nicht wundern. Ich kann es ja selbst nicht mehr mit ansehen und anhören, aber weiß nicht wie ich Ihn helfen kann.

Mein Kind in seiner kindlichen Art hat uns mal wieder seinen Standardsatz am Tisch geknallt "Ihr wißt fei scho, das ist nicht einfach, ich hab 2 Kranke Zuhause und nu fängts bei mir auch noch an". Ufz, das aus einem Kindermund schmerzt.
Als mein Mann nur dumm guckend aus dem Raum ging, hab ich versucht sie zu trösten. Sie solle sich keine Sorgen machen, Papa braucht einfach seine Zeit über die Geschichte hinweg zu kommen und Mama ist ja nicht wirklich krank. Der Fuß und Rücken ist schon besser. Den Fuß bekomme ich jetzt noch mal behandelt und dann ist es gut. Na und den Rücken zeig ich es mit Sport und Abnehmen wo der Hammer hängt.
Du siehst ja das Mama sich Gutes tut. Mach Dir also bitte keine Sorgen um uns. Alles ist gut.

"Ja Mama, hab ich Dir ja die Tage schon gesagt, man sieht das Du abgenommen hast. Weil schau mal Mama. Der Bauch unter der Brust ist viel flacher schon. Guck mal vorher wars mindestens so".

*Schmelz*
Ja das ist mein Engel...., Danke das es Dich gibt.


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